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Serri ist ein Ort mit überwiegender Schafs- und Agrarwirtschaft,
wo Tradition und die moderne biologische und zoologische Anbau-
und Zuchtforschung Seite an Seite stehen.
Anläßlich des Festes der Weihung von Sankt Lucia findet
der Jahrmarkt statt.
Die Tradition erzählt vom Ursprung Serris aufgrund einer Pestilenzflucht
der Einwohner des romanischen Nachbarortes Biora; die Ruinen sind
heute noch im Talboden sichtbar.
Ein wichtiges architektonisches Zeichen ist die Kirche von San
Basilio Magno, in romanisch-pisanischen Stil, in dem drei hölzerne
Barockaltare aufbewahrt sind. In der Nähe des Dorfes, bei der
Kirche von Sankt Sebastian, sind die Reste einer kleinen romanischen
Ortschaft gefunden worden.
In Serri kann man Dank eines Panorama-Rundweges das darunter liegende
Tal bewundern.
In der Gegend von Monte Crabili befindet sich ein Erholungsgebiet.
Die Hauptattraktion von Serri ist Santa Vittoria, vier Hektar weit
und eine der wichtigsten archäologischen Gebiete Sardiniens.
Diese archäologische Zone wurde 1907 entdeckt und gewann an
Bedeutung, als zwei Jahre später die ersten Ausgrabungen unter
dem Archäologen Taramelli stattfanden. Sofort wurden die Verteidigungsmauer
und zahlreiche Konstruktionen deutlich, unter ihnen das sogenannte
Haus des Anführers.
Man kann davon ausgehen, daß das Gebiet in zwei Bezirke aufgeteilt
war: der heilige und der bürgerliche. Der erste Bezirk entwickelte
sich um den heiligen Brunnen herum, ein wunderbares architektonisches
Beispiel der damaligen Zeit. Im zweiten Bezirk ist eine ausgedehnte
Einzäunung erkennbar, wahrscheinlich ein Platz, der für
Feste oder für den Viehmarkt benutzt wurde. Der heilige Brunnen
ist kreisförmig und hat einen internen Durchmesser von ca.
2 Meter und 5 Meter Höhe. Zu ihm gelangt man über 13 Stufen,
und vorher über einen rechteckigen Eingang mit kleinen Dämmen
und kleinen Kanälen, die das Abfließen des Wassers ermöglichten.
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